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#Kuvös Projekt “Panormala”
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#Kuvös Projekt “Panormala”
30 Jahre MUS-E
Workshop für ein Gemeinschaftskunstwerk
Inspiration: Matthew Barney, Drawing Restraint
Zeichnen unter Einschränkung
Der Prozess des Behinderns ist ein Erlebnis, das wir nicht gewohnt sind und welches vielleicht sogar absurd erscheinen mag. Laut Barney ist die Fähigkeit zu Zeichnen ohne Einschränkung zu simpel. Die Inszenierung und die aktive Teilnahme am Prozess soll über dem Endprodukt stehen. Sie soll die Erinnerung an den Prozess des Zeichnens verkörpern.
Fenster haben eine lange Geschichte in der Kunst vorzuweisen und stehen also vor allem als Trennung zwischen einem Innen und einem Außen oder sind zwischen Wirklichkeit und Illusion oder zwischen realer und virtueller Welt angesiedelt. Die Fenstermetapher reicht bis in unsere heutige mediale Welt: Der Fernseher als Fenster zur Welt, man könnte fragen in welche Welt, in die reale oder die uns vorgegaukelte mit ihren Manipulationen, Abartigkeiten, ihren Fake News? Und nicht zuletzt der Computer, der seit den 80er Jahren die Windows-Oberfläche erfunden.
Billy und Bella
In den Frühlingsferien bieten wir dieses kulturelle Angebot für Kinder und Jugendliche von 6-16 Jahren aus der Region Solothurn an. Wird die Kreativität gefördert, lernen die Kinder, schneller Entscheidungen zu treffen, Probleme zu erkennen und zu lösen. Eine Woche lang finden Workshops aus allen Kunstsparten durch Kunstschaffende geleitet statt.
Neu leite ich beim Bildungsklub der Pro Infirmis einen Malkurs. «Die Kunst legt sich nicht in gemachte Betten; sie läuft davon, sobald ihr Name ausgesprochen wird, denn sie schätzt das Inkognito. Am wohlsten fühlt sie sich, wenn sie vergessen hat, wie sie heisst.» Auf dieser zentralen Aussage des Künstlers Jean Dubuffet baut der Begriff «Art Brut» auf: Art-Brut-Künstler sind Schöpfer, die sich jeder kulturellen Konditionierung oder sozialen Anpassung entziehen.
Alle Menschen sind Teil der Gesellschaft und wollen für ihre Stärken anerkannt werden. Pro Infirmis und das Schlösschen Vorder-Bleichenberg setzen sich gemeinsam mit Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung und ihren Angehörigen dafür ein, dass ihre Stimme gehört wird, sie an der Gesellschaft teilhaben und so in ihrem Leben selbst- und mitbestimmen können. Die Vision einer inklusiven Gesellschaft gemäss der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) soll in der Schweiz zur gelebten Realität werden.
Charta zur kulturellen Inklusion
Link: https://www.kulturinklusiv.ch/de/label/charta-zur-kulturellen-inklusion-293.html
Im nächsten Halbjahr bin ich mit einem neuen Projekt unterwegs. Zeitgenössische Kunst zu verstehen ist nicht einfach aber kann viel Spass machen!
Tierisch geht es in der Primarschule Zuzwil weiter…mit Spinnen und Insekten sind wir gestartet.
Ab August werde ich die Kunst- und Kulturvermittlung im Schlösschen Vorder Bleichenberg übernehmen.
Ich freue mich wenn Sie vorbeikommen.
Corona ist ein unsichtbares Virus und daher für Kinder nicht recht fassbar. Es beherrscht zur Zeit unseren Alltag und viele Leute sind gestresst. Das kann Angst auslösen und verlangt in dieser besonderen Situation viel von den Kindern. Die Welt scheint nicht mehr normal. Plötzlich sind andere wichtige Themen in den Hintergrund gerückt. Dabei waren es die Kinder und Jugendlichen welche die Bewegung „Fridays for Future“ ins Leben gerufen haben. Ist der Klimaschutz nun nicht mehr wichtig? Wir wollen den Schüler*innen in Biel zuhören, was für sie wichtig ist. Den Fokus anders setzen und die Schüler*innen durch die eigene Kreativität aktiv werden lassen. Um herauszufinden was die sie beschäftigt, starten wir das Projekt mit einer Umfrage. Was beschäftigt dich ausser Corona? Was ist dein Lieblingstier? Was ist deine Lieblingsfarbe? Wovor hast du Angst? Wie wichtig ist dir der Umweltschutz? Was wünschst du dir? Aus diesem Fragenkatalog entwickeln wir das partizipative Projekt gemeinsam mit den Schüler*innen.
Projektziele Die Schule wünscht sich wieder mehr Leuchten in den Augen der Kinder und strebte eine Adventsfenstergestaltung an. Wir wollen die dunkle Jahreszeit aber über die Adventszeit hinaus erhellen und die christliche Tradition weniger betonen. So wollen wir mit den Schüler*innen die Klassenräume und den Schulhauseingang auf eine andere, kreative Art gestalten und erstrahlen lassen. Die kulturelle Teilhabe aller Schüler*innen dieses Schulhauses fördert ein Gefühl der Gemeinschaft. Sie werden Stolz empfinden am eigenen Beitrag und die kreative Beschäftigung kann Stress abbauen. Ihre Fantasie wird durch das kreative Arbeiten angeregt. Wir wollen die Kinder auf Möglichkeiten des aktiven Umweltschutzes durch das Recyklieren von Kunststoffen und das Vermeiden von Plastik in der Umwelt sensibilisieren. Der Hauptfokus steht aber im gestalterischen Austausch mit den Schüler*innen und den Kunstschaffenden. Die Leuchtbilder werden von innen und aussen des Schulhauses sichtbar sein. Die Schule kann so in diesem Industriequartier besser als Ort des Lernens und der Kinder für die Bevölkerung von Biel sichtbar gemacht werden.
Mitwirkende
120 Kinder und die Lehrpersonen von der Schule Mattenstrasse in Biel
Projektleitung, Idee, Konzept
Daniela Savoldelli
Kunstschaffende
Susan Mézquita, Teaching Artist, Biel
Isabel Vogel, Teaching Artist, Zürich
Venera Sallkaj, Kulturvermittlerin, Biel
Daniela Savoldelli, Teaching Artist, Solothurn
Einfach zu zweit ins Museum
«TiM – Tandem im Museum» ist ein unkompliziertes Angebot für Menschen, die gerne gemeinsam ins Museum gehen und den Austausch über Kultur schätzen. TiM bietet einen einfachen Rahmen dafür. Im Zentrum steht der Austausch auf Augenhöhe. Da ein Museumsbesuch wegen dem Lockdown bis auf weiteres live nicht möglich ist, kann dies auch digital sein auf der Plattform «Musée imaginaire Suisse».
Daniela Savoldelli ist TiM Guide und Regional-Verantwortliche in Solothurn.
Begegnung im Museum: Ein Objekt auswählen, dazu eine Geschichte erfinden und online stellen – zu zweit oder in einer Gruppe. Das ist TiM.
In Zeiten wie diesen (weltweite Corona-Pandemie) sind Angebote die den sozialen Kontakt aufrecht erhalten wichtig. Mit TiM-Tandem (wir gehen zu zweit ins Museum) bietet sich eine niederschwellige Möglichkeit um im geschützten Rahmen Kultur zu geniessen. Bereits mehrere male konnte ich in diesem Jahr ein TiM-Tandem durchführen. Dies ist absolut kostenlos. Wer mitmachen möchte meldet sich einfach bei mir! Auf der Webseite TiM erfahrt ihr noch mehr.
Bild: TiM beim Pavillion Le Corbusier in Zürich. Weil geschlossen: staunen und bewundern von aussen.
Unsere Geschichte dazu auf: musée imaginaire suisse
Dieses CAS-Programm fördert persönliche und fachliche Fähigkeiten, die der Arbeit im Bereich der Kulturvermittlung dienlich sind. Während der Weiterbildung lerne ich Methoden und Projekte der Kulturvermittlung kennen. Die Programmtage finden in Museen und an Kulturorten in der ganzen Schweiz sowie im Ausland statt. Der CAS Kuverum fokussiert auf Ausstellungsorte, arbeitet praxisnah an gemeinsamen Projekten. Als Abschluss erarbeite ein eigenes (Teil-)Projekt der Vermittlung.
Bild: Statue “Eté”, Garten der Villa Flora, Winterthur
Buchtipp: Great Women Artists
Das 464 Seiten starke Buch aus dem Phaidon Verlag
Fünf Jahrhunderte faszinierender weiblicher Kreativität in mehr als 400 überzeugenden Kunstwerken und einem umfassenden Band Great Women Artists, das umfangreichste vollständig illustrierte Buch von Künstlerinnen, das jemals veröffentlicht wurde, spiegelt eine Ära wider, in der Kunst von Frauen mehr denn je im Vordergrund steht. In Museen, Galerien und auf dem Kunstmarkt gewinnen bisher übersehene Künstlerinnen aus Vergangenheit und Gegenwart Anerkennung und Wert.
#womenartists
In der Covid-19 #stayathome Phase habe bei der Getty Museums Challenge mitgemacht. Ich entdeckte diese bei Instagram durch die Webseite letsmuseeum
Original: Claude Cahun, Selfportrait 1928
Original: Linder Sterling, untiteld 1977
Original: Maria Lessing, Kleines Sciencefiction-Selbstportrait 1995
Interdisziplinärer Workshop mit Percussion und einem Zeichenparcour zur Auflockerung. Inspiration durch Matthew Barney’s Drawing Restraint.
Am Fête KultuRel konnte ich einen Workshop zum Thema “Spiegel” halten. Es kamen vor allem viele “kleine” TeilnehmerInnen. Zwei ”grosse” halfen aber kräftig mit. Als Basis diente das Märchen von Schneewittchen.
Den eigenen Spiegel gestalten
Das eigene “Selfie” Spiegelbild kreieren.